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Der goldene Göffel-deutsche Genusswelt


Ich begrüße den geschätzten Leser, der sich von diesem Rezeptbuch neue Ideen und Anregungen erhofft. Rezepte wird es sehr viele geben, doch sie richten sich bevorzugt an die Freunde der historischen Küche. Was ist hier anders als auf anderen historischen Rezeptseiten? Sie werden Rezepte finden, keine abgeschriebenen Kochanleitungen. Das Interesse an der historischen Küche ist groß, doch leider mangelt es den vielen alten Büchern oft an der Umsetzbarkeit. Da man die alten Kochanweisungen nicht versteht, wird wieder und wieder verbreitet, man könne das alles nicht mehr essen. Bitte lieber moderner Mensch, warum denn nicht? Man kann alle Speisen, die uns seit dem Mittelalter in Aufzeichnungen erhalten geblieben sind, nach wie vor nachkochen.

Kochbücher entstanden in erster Linie für das Bürgertum. Unter Bürgertum ist vorrangig der Bürger zu verstehen. Bürger waren betuchte Leute, die sich dieses Privileg erkaufen mussten. Weiter kennen wir Patrizier, Adlige und den Klerus. Diese vier Gruppen stellten jedoch den kleinsten Prozentsatz an Nutzern dieser Kochbücher dar. Oft wird unterteilt in Herrenspeisen und Bauernspeisen. In späteren Jahrhunderten kamen dann Begriffe wie Hausmannskost, bürgerliche Küche und Arme-Leute Essen auf. Mich als Kulinarik-Historiker lassen all diese Begriffe mehr schmunzeln, denn das, was als Arme-Leute-Küche bezeichnet wird, ist einstmals die gute bürgerliche Küche gewesen.

Zur Geschichte der deutschen Küche finden Sie mehr auf der Seite Historische Genusswelt. Dieses Wiki soll den Freunden der historischen Küche die alten Rezepte näher bringen. Man kann historische Rezepte nicht 1:1 übertragen. Alles hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert: Sprache, Maße, Qualität und Quantität der Lebensmittel. Im 16. Jahrhundert wurde noch viel Mundart verwendet. In ganz Deutschland hatte man bis Mitte des 19. Jahrhunderts kein einheitliches Maß. Ein Pfund waren bis dahin nicht zwangsläufig 500 Gramm. Der heutige Leser dieser alten Bücher hat vielfach Probleme mit der Umsetzung dieser Kochanweisungen. Dazu werden Sie viel Hilfe im Glossar finden

Die Quelle aller Rezepte sind Kochbücher seit 1350, aus denen ich auswähle. Bevor Sie sich mit den Rezepten befassen, lesen Sie bitte zuerst zum Geleit.

Inhaltsübersicht:


aus der Küche

14. Jhd

1300 - 1399, Hochmittelalter
Überlieferte Bücher mit Kochanweisungen von: Michael de Leone, Guillaume Tirel-Le Viandier, Forme of cury,

15. Jhd

1400 - 1499, Spätmittelalter

Rezepte aus: Meister Hansen, Eberhard von Landshut, Martiono und Platina, Reichenauer Kochbuch, Kochbuch der Deutschordensritter, Rheinfränkische Kochbuch, Alemannische Büchlein von guter Speise, Kochbuch Kloster Mondsee, Ménagier de Paris, Buch des Dorotheenklosters
Es ist zu vermuten, dass auch die Bücher des Meister Hansen wie das Eberhard Kochbuch von Klosterschreibern zusammengestellt wurden. Im weitesten Sinne sind es Abschriften vom Buch von guter Speise, aus Hildegard von Bingen, Le Viandier,

16. Jhd

1500-1599, frühe Neuzeit
Rezepte aus: Kochbuch der Anna Wecker, Kochbuch der Sabina Welser, Kochbuch des Balthasar Staindl

17. Jhd

18. Jhd

19. Jhd

20. Jhd

start.txt · Zuletzt geändert: 2022/11/29 22:32 von foodsnob