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Themenportal:Gastrosophische Literatur

Unter gastrosophischer Literatur versteht man nicht nur Kochbücher. In diesem Portal findet alles seinen Platz, was im weitesten Sinne mit dem Thema Ernährungsgeschichte zu tun hat. Das Primat werden immer die Kochbücher haben.

Bücherregal

Aufzeichnungen mit Kochanleitungen gibt es schon, seit die Menschheit schreiben kann. Ebenso wie Abhandlungen über Ernährung. Kochbücher dienten neben der Weitergabe von Informationen auch dem Prestige. Sie dienten als Lehrbücher für die Berufsköche, wie auch die adlige Hausmutter und ihre Dienerschaft. In den vergangenen Jahrhunderten verbreiteten sie neben der Kochkunst auch „Weltgeschichte“ und Mainstream.

  • Regal 1: Mittelalter bis 1450
  • Bücherregal 2: Frühe Neuzeit bis 1650
  • Regal 3: Jüngere Neuzeit bis 1789
  • Regal 4: Junge Neuzeit ab 1790 bis zum Beginn der Kriegskochbücher 1. Weltkrieg

Kochbuchautoren

Soviel tausend Kochbücher, soviel tausend Autoren. Kochbücher für alle gab es erst ab dem 20. Jahrhundert. Die frühen gedruckten Kochbücher waren teuer, und daher nur erschwinglich für den Geldadel. Die Autoren dieser Bücher waren nur in seltenen Fällen Berufsköche. Viele hochherrschaftliche Personen bedienten sich eines Schreibers. Über die Jahrhunderte hinweg hatten vielfach adlige Frauen die bessere Bildung im Bereich lesen und schreiben.

Mit dem Erfordernis der Lohnschreiberinnen entstand im 18. Jahrhundert eine neue Einnahmequelle für viele Frauen. Verwitwete bürgerliche Frauen besserten sich ihr Einkommen auf, indem sie für Verlage schrieben. Die Qualität des Inhalts dieser Kochbücher war meist minderwertig. Rezepte wurden abgeschrieben, oft mehr schlecht als recht.

Die Bearbeiter erfolgreicher Kochbücher nutzten überwiegend die Chance, sich über die bekannten Namen der Erstautoren selber zu profilieren. Im Laufe der Zeit hatten diese Kochbücher ihr eigenes Gesicht verloren. Das beste Beispiel ist das Scheiblersche Kochbuch, das Davidis Kochbuch oder das der Löfflerin. Es genügte nicht, die Rezepte an die Zeit anzupassen, nein, es wurde rausgestrichen und eingefügt. Mehrheitlich blieb nur noch die knappe Hälfte übrig.

Von vielen Kochbuchautorinnen kennen wir nur die Namen. Es gibt aber auch Frauen der Feder, die haben eine Geschichte.

Anna Wecker

Food History

Lebensmittelgeschichte ist ein so weitläufiger Bereich, dass man Regale allein damit füllen könnte. Nicht alles ist richtig, weil schlecht recherchiert. Die Historie ist kein geschützter Bereich. Allein das Lesen von Wikipedia treibt einem oft die Tränen in die Augen, mal vor Lachen, mal aus Kummer. Wie schlecht die Informationen in Wikipedia wirklich sind, wollen wir, soweit möglich, etwas erhellen.

Verweise

Weiterführende Links

themenportal/bibliothek.txt · Zuletzt geändert: 2022/03/10 09:14 von apicia

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